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Die

FACHBEREICHE

ANTHROPOLOGIE/ETHNOLOGIE

Als Anekdote ...

- Ethnologin!

- In welcher Weinkellerei arbeiten Sie?

- Nein, ich bin nicht Önologin sondern Ethnologin!

- Ah ...

Ungeachtet dessen darf sich die Ethnologin zweifelsohne für den Weinbau interessieren ...

Die Ausbildung

Erlangen eines Diploms: universitärer Studiengang, der mindestens 5 Jahre dauert (3 Jahre Bachelorstudium und 2 Jahre Masterstudium). Möglichkeit zum anschliessenden Doktorat.

Obschon die Ethnologie oft mit fernen Ländern in Verbindung gebracht wird, widmet sie sich auch den westlichen Gesellschaften. Während sich anfangs die Soziologie v.a. mit den industrialisierten Gesellschaften befasste und die ihr zur Seite stehende Ethnologie bevorzugt Forschungsfelder ausserhalb des Abendlandes bearbeitete, teilen sich die Fachrichtungen heute grundsätzlich die aufgeführten Untersuchungsgebiete.

Die Ethnologie bemüht sich insgesamt um höchst unterschiedliche Themenfelder. Die Anthropologie der Architektur etwa untersucht den gebauten Kontext und die Rückwirkungen der Architektur auf die zwischenmenschlichen Beziehungen. Weiter mögen folgende untergeordneten Bereiche der Fachrichtung angeführt werden: die Musikethnologie, die Ethnobotanik (Erforschung der Verbindungen zwischen Menschen und Pflanzen), die medizinische Anthropologie, die Rechtsanthropologie, die Anthropologie der Migration, die Gewaltanthropologie, die Kunstanthropologie, die Körperanthropologie und Religionsanthropologie sowie die Anthropologie des Tourismus, usw.

Ethnologinnen und Ethnologen, die zu Forschungszwecken ein ausgewähltes Themenfeld bearbeiten, bedienen sich höchst unterschiedlicher Methoden. Die wichtigsten bestehen im Interview und in der teilnehmenden Beobachtung (die Forschenden begeben sich zu Recherchezwecken in eine Gruppe, an deren Alltagsleben sie teilnehmen). Ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Erfassung von Beobachtungen, zum Gewinn von Befragungsresultaten und Forschungsergebnissen stellt das Notizheft dar. Darüber hinaus bezieht die Ethnologie weitere Quellen, etwa wissenschaftliche und literarische Werke oder Zeitungen, in ihre Recherchen mit ein.

Aktuell werden die von der Ethnologie angewandten Methoden – je nach Ausbildungsgang – durch die Photographie oder den Film ergänzt. Der seit den 1970er Jahren rege angewandte Einsatz von filmischen Dokumenten hat durch die Verbreitung der digitalen Techniken einen Aufschwung erfahren. So kann der Film etwa auf der Ebene der Forschungsmethodik dienlich sein (Gewinn von filmischem Material, das in der Folge analysiert wird), als Ergänzung eines schriftlichen Textes fungieren (illustrative Sequenzen) oder als abschliessende Zusammenschau von Studien eingesetzt werden.

Die während der Ausbildung erworbenen professionellen Kompetenzen erlauben Ethnologinnen und Ethnologen, auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern aktiv zu sein. Diese sind v.a. im kulturellen und sozialen Bereich sowie in der Medienlandschaft und auf dem Gebiet der humanitären Hilfe angesiedelt. Die im Studium geförderte Kritikfähigkeit ebnet der Polyvalenz und der Anwendung auf unterschiedliche Zusammenhänge den Weg.

Berufsaussichten

Kultur, Museen, Kulturgüterpflege

         Konservierung und Inwertsetzung von Kulturgütern

         Lokal, regional und überregional ausgerichtete Museen

         Vereinigungen und Gesellschaften, die sich dem Kulturgut widmen

         Ausstellungen

         Interkulturelle Beziehungen

         Publikationen

 Gesundheits- und Sozialwesen

Projektleitungen

Forschung

Aufnahme, Vermittlung, Integration

NGOs, Rotes Kreuz, UNO

Verwaltung, öffentliche Funktionen, Städte und Gemeinden

Kulturpolitische Analysen

Dokumentation und Forschung

Projektleitungen

Internationale Zusammenarbeit

Kommunikation und Medien

Privater Sektor

Werbung und Marketing

Public relations

Meinungsumfragen

Medien (Zeitungen, Radio, Fernsehen, Kino)

Unabhängige Arbeiten auf Mandatsbasis

 

Autorin: Fabienne Défayes