Contactez-nous

Association valaisanne des professionnels des sciences humaines

1950 Sion

info.avpsh@gmail.com

© 2016 Domstuder.com

Suivez-nous

  • Facebook Clean Grey

Die

FACHBEREICHE

KUNSTGESCHICHTE

Als Anekdote ….

- Und, wie verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt ?

- Ich bin Kunsthistorikerin.

- Aha? Was malen Sie denn genau für Bilder?

- Hm …

Die Ausbildung

Erwerb des Diploms: universitärer Studiengang, der mindestens 5 Jahre dauert (3 Jahre Bachelor- und 2 Jahre Masterstudium). Möglichkeit zum anschliessenden Doktorat.

Der Beruf

Die Kunstgeschichte als wichtiger Bestandteil der Geschichte erlaubt weitreichende Aufschlüsse über (gesellschaftliche, ökonomische, politische, künstlerische, kulturelle, usw.) Entstehungshintergründe und -zusammenhänge jeglicher Art von Kunstobjekten. Als wissenschaftliche Disziplin befasst sie sich mit verschiedenen Fachbereichen aus allen historischen Epochen: mit Architektur, Malerei, Skulptur, Chalkografie, Glaserei, Goldschmiedekunst, Mobiliargegenständen, Kunsthandwerk, Fotografie, etc. Diese Auflistung liesse sich um ein Vielfaches erweitern …

Wenn auch das Studium des Kunstgegenstandes den Ausgangspunkt jeder kunsthistorischen Recherche darstellt, so erweist sich ergänzend die Erarbeitung von ergänzenden schriftlichen und ikonographischen Dokumentationen als unerlässlich. Neben einer guten Beobachtungsgabe sind daher die Konsultation öffentlicher und privater Archive sowie der Gebrauch wissenschaftlicher und literarischer Bibliografien grundlegende des Kunsthistorikers. Danach werden die recherchierten Ergebnisse in mehr oder weniger umfangreichen Publikationen veröffentlicht und im Rahmen von Konferenzen, Kolloquien und Ausstellungen verbreitet …

Erforderliche QualifikationenKritischer Geist, Analytisches Geschick, Synthesefähigkeit, Beobachtungsgabe, Neugier, Kommunikatives Geschick

Berufliche Aussichten

Viele Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker sind in Institutionen tätig, die sich –wie etwa Museen – um die Konservierung und Inwertsetzung des künstlerischen Erbes bemühen. Die Akquise von Objekten, die Inventarisierung von Sammlungen, die Organisation von Ausstellungen, das Erstellen von Katalogen, das Angebot von Führungen und die Kulturvermittlung füllen ihren Berufsalltag. Die Bachelorabsolventen, die sich der Museumswelt zuwenden möchten, können an der Universität Neuenburg einen Mastertitel in «études muséales» erwerben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in einem von den Universitäten Freiburg, Genf, Lausanne und Neuenburg gemeinsam organisierten Nachdiplomstudiengang den Master of Advanced Studies (MAS) in «Conservation du patrimoine et muséologie des beaux-arts» zu absolvieren.

Auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit, dass Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker in der Denkmalpflege oder im Kulturgüterschutz und damit im öffentlichen Dienst tätig sind. Die mit diesen Aktivitätsfeldern verbundenen Aufgaben bestehen etwa in der Inventarisierung und in der Dokumentation von Objekten oder Bauwerken, in deren Bewertung und Klassifizierung hinsichtlich ihrer Schutzwürdigkeit und in ihrer Bewahrung vor irreversiblen Beschädigungen. Ausgefeilte Kenntnisse zu Substanzen und Materialien sowie zu Restaurationstechniken sind auf diesen Gebieten von Vorteil.

Auch der Kunstmarkt weist einen Bedarf an Kunsthistorikern, die etwa in privaten Galerien, bei Versicherungen, Vertriebsgesellschaften oder in Auktionshäusern eine Anstellung finden, auf. Hinzu kommen diejenigen Berufsleute, die im Unterrichtswesen, im Journalismus oder im Kulturbetrieb tätig sind sowie die Unabhängigen, die auf Mandatsbasis arbeiten. Wie für andere Bereiche der Geistes- und Humanwissenschaften gilt auch für den Kunsthistoriker, dass die während des Studiums erworbenen Kompetenzen eine grosse Polyvalenz mit sich führen und zur Beschäftigung in höchst unterschiedlichen Domänen befähigen.

Einige Beispiele:

  • Konservierung des kulturellen Erbes

  • Inwertsetzung des kulturellen Erbes

  • Erhebungsarbeiten

  • Museen von lokaler, regionaler und überregionaler Bedeutung

  • Organisation von temporären Ausstellungen

  • Kunstgalerien

  • Restaurationsateliers

  • Vereinigungen und Gesellschaften, die sich mit dem kulturellen Erbe befassen

  • Kulturvermittlung

  • Medienarbeit

  • Versicherungen (Schätzungen von Kunstobjekten)

  • Vertriebsgesellschaften und Auktionshäuser

  • Unterrichtswesen

  • Publikationswesen

  • Projektführung

  • Unabhängige Arbeit auf Mandatsbasis

Autorin: Laura Bottiglieri